Attraktive Mörderin? Tatort Landungsbrücken

Hamburg-Krimi

Book Cover: Attraktive Mörderin? Tatort Landungsbrücken
Teil von Kommissar Rainer Zufall series:

Der erste Fall für den Hamburger Kommissar Rainer Zufall ist jetzt verfügbar für Kindle und Kindle unlimited.

Die Ermordung des Leiters des LKA gibt den Kriminalkommissaren Karl Steiner und seinem jungen Kollegen Rainer Zufall Rätsel auf. Die Tat wirkt wie eine Hinrichtung. Schnell gerät die junge und attraktive Witwe des LKA-Leiters in Verdacht, denn sie profitiert vom Tod ihres deutlich älteren Mannes. Rainer Zufall verliebt sich in die hübsche Frau und gerät in Gewissenskonflikte. Obwohl sich die Verdachtsmomente gegen sie immer mehr erhärten, will er nicht an ihre Schuld glauben. Gegen alle Widerstände kämpft er für sie und riskiert alles. Ist sie eine eiskalte Mörderin und zieht ihn mit ins Verderben?

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Er dachte nicht eine Minute daran, dass er in Gefahr schweben könnte. Nach seinem geheimen Treffen war er zurück zu seinem Auto gegangen. Müde, aber zufrieden lächelnd kramte Peter Wilhelm in seiner Jackentasche nach seinem Autoschlüssel.

Das Treffen mit seinem Informanten an den Hamburger Landungsbrücken war überaus erfolgreich verlaufen. In seinem Kampf gegen die Bande, die mehr und mehr Einfluss in der Stadt gewann, hatte er heute einen entscheidenden Durchbruch erzielt, dachte er zumindest.

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In der Ferne hörte er die Wellen rauschen. Der Hamburger Hafen war auch um diese späte Uhrzeit nicht still. Am Parkplatz in der Straße Kehrwieder drehte er sich um und besah sich noch einmal das alte Gebäude, in dem der Hamburg Dungeon und das Miniaturwunderland untergebracht waren. Tagsüber war hier reichlich Betrieb, aber so spät am Abend wurde es doch langsam ruhiger. Er kramte in seiner Tasche und sein Blick fiel in der Ferne auf die Kirche St. Katharinen, die zwischen den Häusern hindurchlugte. Die U-Bahn rumpelte zum Bahnhof Baumwall. Der Verlauf der U-Bahn schlängelte sich parallel zu Kehrwieder vom Rödingsmarkt bis zum Baumwall. Gedankenverloren verfolgten seine Augen die Fahrt der U-Bahnlinie 3. Ansonsten war nicht mehr viel Verkehr. Morgen würde er einen entscheidenden Schritt weiterkommen, ging es ihm durch den Kopf. Er suchte seine Taschen durch und bekam endlich den Schlüssel zu fassen. Er zog ihn aus der Tasche und wollte ihn gerade ins Schlüsselloch seines Wagens stecken, als er plötzlich etwas Hartes im Rücken spürte. Peter Wilhelm erstarrte in der Bewegung.

»Was wollen Sie?«, presste er hervor. Der Druck in seinem Rücken verstärkte sich.

»Maul halten und umdrehen«, befahl die Stimme.

Peter Wilhelm drehte sich zögernd um und spürte, wie ihm der Schweiß ausbrach. Der Mann, der vor ihm stand, kam ihm bekannt vor. Fieberhaft überlegte er, wo er diesen schon mal gesehen hatte. Doch das Gefühl, dass sein letztes Stündchen möglicherweise geschlagen hatte, verhinderte klares Denken.

»Sie wollen mich doch nicht hier in aller Öffentlichkeit erschießen?« In ihm keimte Hoffnung auf, bis er den Schalldämpfer bemerkte, der auf ihn gerichtet war.

»Genau das«, erwiderte sein Gegenüber und lächelte. Der Mann drückte die Waffe auf die Brust seines Opfers. Ein fieses Grinsen durchzog sein Gesicht.

»Schöne Grüße von …«, setzte er hinzu, ohne den Satz zu beenden.

In dem Moment, als er abdrückte, zeichnete sich Wiedererkennen auf dem Gesicht von Peter Wilhelm ab. Es gab ein kurzes Plop, bevor Wilhelm langsam in sich zusammensackte. Sein Mörder beugte sich über ihn, legte die Waffe an der Stirn des Toten an und drückte noch einmal ab.

»Sicher ist sicher«, flüsterte der Mörder. Anschließend schraubte er den Schalldämpfer von der Waffe, ließ beides in einer Kühltasche verschwinden und schlenderte langsam zu seinem Wagen. Ein Pärchen kam ihm eng umschlungen entgegen, war aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihn auch nur wahrzunehmen. Auch aus den umliegenden Gebäuden hatte ihn anscheinend niemand beobachtet. Zufrieden stieg er in seinen Wagen, ließ den Motor an und fuhr in Richtung Niederbaumbrücke.

15 Minuten später hielt der Mann mit seinem Wagen am Dammtorbahnhof an. Um diese Zeit war hier nicht mehr viel los. Selbst die sich in der Nähe liegende Shell-Tankstelle war menschenleer. Um diese Zeit fuhren kaum Autos. Lediglich eine S-Bahn erzeugte ein wenig Leben. Der Killer zog sein Handy aus der Tasche, schaltete es ein und wählte eine Nummer. Nach dem zweiten Klingeln meldete sich sein Gesprächspartner.

»Vollzug!«, war das Einzige, was der Mörder ins Telefon sprach. Ein zufriedenes »Jepp« kam aus der Leitung. Der Killer beendete den Anruf, nahm den Akku aus dem Telefon, zog die Speicherkarte heraus, stieg aus, legte Handy und Akku vor seinen Vorderreifen auf die Straße und fuhr los.

Zufrieden verließ er die Stadt in Richtung Norden. An der Anschlussstelle Stellingen fuhr er auf die ebenfalls leere Autobahn A7. Sein Lohn war zum Greifen nah. An der Raststätte Holmmoor wartete die Restzahlung auf ihn.

Zeit, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen, dachte er und trat aufs Gaspedal, als er die Ausfahrt Schnelsen passierte. Mit dem Geld kann ich ab jetzt sorgenfrei leben.

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Mord auf Seite 59

Book Cover: Mord auf Seite 59

Während Sebastian früh am Morgen an einem See sitzt und an seinem neuen Roman arbeitet, beobachtet er einen Mord. Als er diesen bei der Polizei anzeigt, glaubt man ihm nicht, denn es ist keine Leiche zu finden.
Er wird unsicher, ob er sich die Tat nur eingebildet hat, doch dann wird er plötzlich von den mutmaßlichen Tätern bedroht. Er flieht, aber die Auftragskiller sind ihm dicht auf den Fersen.
Nachdem die Leiche wieder aufgetaucht ist, schaltet sich endlich die Polizei ein und ein Wettlauf mit den Killern beginnt. Am Ferienort des Zeugen geschieht eine Tragödie, aber damit ist der Fall noch lange nicht zu Ende, denn der Feind ist mächtig.

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Prolog – Freitag, 6.30 Uhr

 

Das Wetter war herrlich. Sebastian Holzmann hatte sich mit seinem Laptop auf eine Bank an den See gesetzt und genoss die leichte Brise und die warmen Temperaturen. Es war bedeckt, sodass der Text auf dem Bildschirm gut zu erkennen war. An diesem Morgen war er früh mit einer interessanten Idee für sein neues Buch aufgewacht und hatte kaum erwarten können, diese umzusetzen. Aber nach einer halben Stunde war sein Schreibfluss ins Stocken geraten. Deshalb war er losgefahren und hatte sich an den See gesetzt. Wie erhofft, löste sich die Blockade in der Natur schnell.

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Nun saß er hier, tippte das nächste Kapitel und nahm seine Umgebung kaum wahr. Der See war ruhig. Um diese Zeit war auch noch nichts los, sodass er tief in seine Arbeit versunken war. Es floss. Fertig! Das nächste Kapitel war vollendet, und Sebastian war zufrieden. Seite 59, es ging wirklich gut voran. Jetzt konnte er sich eine kleine Verschnaufpause gönnen. Er speicherte den Text ab, klappte seinen Laptop zu und ließ seinen Blick über den kleinen See schweifen. Die Umgebung war um diese Zeit menschenleer, beinahe menschenleer. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees erkannte er drei Personen, die, wie es aussah, miteinander stritten. Zwei der Männer schienen den dritten zu bedrängen. Ein Rothaariger mit Schnauzbart war Sebastian zugewandt und gestikulierte wild. So konnte Sebastian sehen, dass sein Arm tätowiert war. Der zweite Mann war sehr groß, kräftig gebaut und hatte kurze schwarze Haare. Der Dritte wurde durch den kräftig gebauten Mann weitestgehend verdeckt. Wie unschwer zu erkennen war, eskalierte der Streit gerade. Nur ganz schwach drangen die Stimmen über den See, sodass Sebastian nicht verstehen konnte, was gesprochen wurde.

Er war gerade im Begriff, seinen Laptop wieder aufzuklappen, da ihm eine Idee für die Fortsetzung seiner Geschichte gekommen war, als der dritte Mann zusammenzuckte. Falls sich Sebastian nicht irrte, hatte der Schwarzhaarige ihn gerade mit einem Messer attackiert. Der Angegriffene brach schreiend zusammen.

Sebastian öffnete den Mund, konnte einen Aufschrei aber gerade noch unterdrücken. Panisch sprang er auf, packte seinen Laptop und stürmte davon. Im Augenwinkel bemerkte er noch, dass einer der Männer auf ihn zeigte. Mit zitternden Knien lief er zu seinem Auto, riss die Tür auf, startete den Motor und fuhr los. Dumm, dass er sein Smartphone zuhause liegengelassen hatte, sonst hätte er die Polizei sofort verständigen können. So aber musste er sich beeilen, zur nächsten Dienststelle zu fahren.

Zumindest konnte er feststellen, dass ihm die Männer nicht gefolgt waren. Ärgerlicherweise rollte inzwischen der Berufsverkehr bereits, sodass er nur langsam vorankam.

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