Alterserscheinungen – eine erste Kostprobe

Hier gibt es eine erste Kostprobe zu meinem halb-autobiographischen Buch „Alterserscheinungen – Mein Reisetagebuch in den (Un-)Ruhestand. Viel Spaß!

Cremen für Anfänger

Alterserscheinungen!
Alt werden ist wie Weihnachten. Es schleicht sich lange Zeit unbemerkt an und plötzlich ist es da. Man denkt: Jetzt schon? So ging es mir eines Tages als ich bei einer Onlineumfrage mitmachte und mein Alter eingeben sollte. Das war kurz nach meinem 50. Geburtstag. Zehn Jahre zuvor hatte ich meinen 40. groß gefeiert, um zu beweisen, dass mir mein Alter nichts ausmachte. Den 50. hatte ich wegen einer angeblichen Midlife-Crisis, die mir unterstellt wurde, nicht gefeiert. Ich war mir sicher, keine Midlife-Crisis zu haben, denn das fühlte sich anders an. Aber das will ich hier gar nicht weiter ausbreiten.

Doch mit nunmehr 50 Jahren hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: Nun ist der Zenit überschritten, mehr als die Hälfte ist vorbei. »Alle wollen alt werden, aber keiner will alt sein.« Diesen Spruch hatte ich irgendwo mal gelesen und fand ihn einfach nur blöd. Aber plötzlich merkte ich: So ganz dumm ist das nicht. Ich stellte mich vor den Spiegel und betrachtete mich eingehend. Waren das da alles graue Haare oder war ich eher aschblond? Schon immer aschblond gewesen? Waren diese Falten auf der Stirn wirklich so tief oder verzerrte der Spiegel? Und warum war die Haut an den Unterarmen so faltig? Hatte ich abgenommen?

Ich nahm mir ein Fotoalbum, das mich mit 20, 25 und 30 Jahren zeigte. Gut, das ist etwas unfair, mich mit damals zu vergleichen. Aber war das die gleiche Person? War ich das? Und was war in der Zwischenzeit geschehen, dass ich plötzlich so alt aussah? Das war der Stress, das waren die Herausforderungen, die ich zu bewältigen hatte.
»Du hast Dich zu wenig eingecremt«, fiel mir als ein anderer Grund ein.

Problem!

Meine Frau war Creme-Weltmeisterin. Ohne eine Tube Gesichts- oder Handcreme verließ sie nie das Haus. Vielleicht sollte ich mich auch mal eincremen, dachte ich. Ich nahm ihre Creme zur Hand, machte einen Klacks auf meinen Zeigefinger und cremte meine Brust ein. Meine intensive Behaarung sorgte dafür, dass die Creme lokal auf einer Fläche von knapp zwei Quadratzentimetern auf meiner Brust haftete. Ein schmieriges, verklebtes Haarbüschel zeugte davon, wo die Creme sich ausgiebig mit meinen Haaren vereinigt hatte.Okay, vielleicht cremst Du erst mal nur das Gesicht ein, machte ich einen zweiten Versuch. Als ich meinen Bart mit demselben Ergebnis verklebt hatte, spürte ich einen ersten Anflug von Verzweiflung. Wie bekomme ich diese blöde Creme nur unter die Haare, sodass sie auch tatsächlich die Haut erreicht? Rasieren? Bart abnehmen? Das kam nicht in Frage, schließlich trug ich den Bart schon seit dreißig Jahren, er war ein Teil von mir.

Dann erst mal nur die Stirn, um zu sehen, wie es sich anfühlt. Da bei den ersten beiden Cremeversuchen wenig auf der Haut angekommen war, nahm ich dieses Mal einen großen Klacks aus der Tube. Ich patschte ihn mir auf die Stirn und begann, das Ganze zu verreiben. Meine Stirn sah aus wie eine Toastscheibe mit Frischkäse. Mit zu viel Frischkäse, um genau zu sein. Wohin mit dem Rest? Ich erweiterte den Cremehorizont um die Nase. Doch auch wenn meine Nase zu den eher größeren Exemplaren gehörte: Trotz intensiven Einarbeitens blieb immer noch reichlich Creme über. Was könnte ich noch eincremen? Wo hatte ich eigentlich keine Haare, die im Weg waren? Ich betrachtete mich intensiv im Spiegel. Mit beiden Händen voller Creme musterte ich mich und meinen Körper. War dieses Muttermal schon immer dort? Und diese Haare auf den Schultern? Gab es die schon immer? Wozu waren die eigentlich gut? Die Beine waren eigentlich ganz okay, muskulös, stramm. Nur diese Haare, extrem cremefeindlich.

Wie lange braucht so eine Creme eigentlich bis sie einzieht? Und wohin zieht sie eigentlich ein? Und ist es schlimm, wenn man sofort nachcremt? Verstopfen irgendwelche Poren? Ich beschloss, das sofort nachzuschauen. Als ich vor dem Laptop saß, fiel mir auf, dass bis auf meine Füße kein Körperteil in der Lage war, den Laptop anzuschalten, ohne ihn einzusauen. Die Hände waren nach wie vor voller Creme, die Nase glänzte wie eine Speckschwarte. Verzweiflung machte sich breit.
Ich stützte mein Gesicht in die Hände. Kurz danach kam meine Frau nach Hause.

Hilfe naht

»Was machst Du denn da?« fragte sie mich und schaute ungläubig.
»Ich hab mich eingecremt«, erwiderte ich kleinlaut.
»Bisschen viel genommen?« Ihr Schmunzeln ließ mich noch verzweifelter dreinschauen.
»Ja, ich bin halt nicht fürs Eincremen gemacht.«
»Ach Du«, meine Frau schaute mich mitleidvoll an. »Soll ich Dir was abnehmen?«
»Oh ja gern«, seufzte ich ergeben.

Sie verrieb die Creme, die auf meinem Gesicht immer noch zentimeterdick drauf saß. Anschließend nahm sie den Rest von meinen Händen und arbeitete es in ihr Gesicht und ihre Hände ein. Kaum Haare im Gesicht, nur die Augenbrauen, aber ganz viel davon auf dem Kopf, dachte ich bewundernd. Bei mir war das bis auf die Brauen genau umgekehrt.
» Und jetzt?« fragte ich, weitere Instruktionen abwartend.
»Also Du kannst jetzt mit den Händen den Rest in die Unterarme einreiben bis alles eingezogen ist. Oder … « Sie machte eine kunstvolle Pause.
»Oder was?« fragte ich erwartungsvoll.
»Man kann zu viel Creme auch einfach unter fließendem Wasser abwaschen. Das hättest Du auch gleich machen können.«

Fazit

Frauen sind so furchtbar praktisch veranlagt. Ich hasse das. Aber ich liebe meine Frau, auch wenn sie mir überlegen ist. Zumindest was den Umgang mit Creme anbelangt. Morgen besorge ich mir Männercreme und fange an zu üben, beschloss ich. Und heute, ca. 5 Jahre später, habe ich die Tube fast aufgebraucht. Männer und Creme passen einfach nicht zusammen.

Was hat mein Krimi mit John Lennon zu tun?

John Lennon? Hä?

Du fragst Dich vermutlich irritiert, was der berühmte Beatle John Lennon mit meinem Hamburg-Krimi zu tun hat. Nun das ist ganz einfach: Ich war auf der Suche nach einem Titel für den Krimi, der dann schließlich unter „Ermittlungen durch die rosarote Brille – Der erste Fall für Kommissar Z“ erschienen ist. Schon auf dem Cover taucht eine rosarote Brille auf. Manchen gefällt das Cover, andere wundern sich, dass ein Krimi-Cover rosa ist. Ich habe den Krimi nach Reaktion einiger Leser mittlerweile auch dem Genre cosy crime zugeordnet.

Worum geht es in dem Krimi?

Nun, um nicht zu sehr zu spoilern, nur so viel: In dem Krimi geht es um den Mord an einem Polizisten. Dieser Mord stellt unseren Kommissar Rainer Zufall vor eine schwierige Aufgabe. Der Tote hatte eine sehr attraktive Ehefrau, zu der sich unser Ermittler vom ersten Moment an hingezogen fühlt. Sie rückt zwar in den Kreis der Verdächtigen, aber der Kommissar glaubt an ihre Unschuld, zumal sich die Beiden näherkommen. Er kämpft dagegen an, zu glauben, dass sie wirklich die Täterin ist.

Und was ist jetzt mit John Lennon?

Was hat mein Krimi mit John Lennon zu tun? Er spielt natürlich nicht mit und sein Name taucht auch nicht im Roman auf. Aber trotzdem bin ich über ihn gestolpert. In Vorbereitung einer Lesung habe ich im Internet nach rosaroten Brillen recherchiert und wurde fündig. Und plötzlich stieß ich auf etwas, das mir gar nicht bewusst war: Genau solch eine rosarote Brille trug auch John Lennon. Ich habe mir auch gleich eine Brille zugelegt und hier ist das Ergebnis:

Das ist doch nicht John Lennon?! Aber die Brille, die ist doch wie seine.
Roland mit der rosaroten Brille ala John Lennon

Wie geht denn der Fall mit der rosaroten Brille aus?

Das verrate ich selbstverständlich nicht. Es bleibt bis zum Schluss offen, ob die hübsche Witwe tatsächlich etwas mit dem Mord zu tun hat. Wenn es dich interessiert, dann schau doch mal bei Amazon oder anderen Anbietern vorbei.

Gern signiere ich Ihr Exemplar im Anschluss an Lesungen oder Sie schreiben mir eine Nachricht. Kurze Mail an roland.bluemel@googlemail.com reicht.

Relaunch der homepage

Ich bin derzeit dabei, meine Homepage zu überarbeiten. Das wird einige Zeit dauern, aber ich hoffe, das Ergebnis wird sich dann lohnen.

Ich bin erst allmählich dabei, mich in die ganzen Optionen von WordPress einzuarbeiten und dabei das eine oder andere auszuprobieren. Dabei stoße ich natürlich auf das einen oder andere Problem. Dennoch hoffe ich, dass die Homepage hinterher richtig gut aussehen wird.

Also lass dich überraschen, wie es dann hinterher aussehen wird. Schau gern immer mal wieder vorbei.